Identitäres Schicksalsjahr 2012: die Alpenrocker aus Südtirol stürmen Europaweit wieder die Bühnen, auch Wien bleibt nicht von ihren kultigen Klängen verschont!
Am 9.11.2012, fand sich eine riesige Masse an Patrioten im Wiener Gasometer zusammen. Der Grund für den Auflauf war unverkennbar: die legendären Erben der Onkelz, die Begründer einer neuen Ära des Patriotenrock, Frei.Wild, waren wieder aus Südtirol angereist um die Stadt im Zuge ihrer „Feinde deiner Feinde“-Tour, mit ihren E-Gitarren unsicher zu machen. Bereits im Vorfeld, kam es wie so oft zu Kontroversen, so ließen es sich hetzerische Medien nicht nehmen die verstaubte, alte Rechtsextremismus-Keule aus dem Sackerl zu holen und zu versuchen, den Südtirolern damit eins über die Rübe zu ziehen! Das stellten sie sich wohl besonders einfach vor, dumm nur, dass abgesehen von ein paar Paranoikern kein Schwein mehr der medialen Hetze Glauben schenken wird, vor allem angesichts der klaren Distanzierung, die Frei.Wild immer wieder deutlich unterstreichen: Extremisten aller Lager… verpisst euch!
Doch auch Positives, gab es im Vorfeld zu vermerken: gleich zu Anbeginn, fielen rund um den Eingang der Konzerträumlichkeiten mehrere Grüße auf, die scheinbar kurz zuvor von Aktivisten der „Wiener Identitären“ am Boden niedergeschrieben wurden. So fanden sich dort gut lesbar mancherorts die Worte „Wiens Identitäre grüßen Frei.Wild!“, versehen mit dem altbekannten, spartanischen „Lambda“-Symbol dieser patriotischen Bewegung. Einige Fans schienen etwas verdutzt, anderen stand die Freude ins Gesicht geschrieben und begannen die Botschaften zu fotografieren. Auch wir waren durchaus überrascht, da wir trotz Kontakten zu den Identitären zuvor nichts von der Aktion wussten.
Nach einer Wartezeit, die wahrscheinlich nur eine Viertelstunde betrug, den Fans aber wie eine halbe Ewigkeit vorkam, öffneten sich endlich die Schleusen und das Konzertgelände konnte betreten werden. Gleich zu beginn, war der Andrang an den Merchandise-Standeln so stark, dass die Schlange von Absperrungen getrennt werden musste.
Auffallend war die Vielschichtigkeit der Fanmasse, die sich zum Konzert eingefunden hatten: so waren von Metallern, Hardrockern, Punks, Oi!s bis hin zum „durchschnittlichen“ Jugendlichen alle vertreten. Allen waren gleichermaßen voll Vorfreude erfüllt.
Kurze Zeit nach Einlass, fing auch schon die erste Band an ihre rockigen Klänge zum Besten zu geben. Spitfire, eine Oldschool-Rock´n´Roll-Band aus München, die ebenfalls beim Frei.Wild-Label Rookies & Kings unter Vertrag stehen, versetzten die Menge bereits in eine angemessene Konzertstimmung. Spitfire mögen zwar eher durchschnittlichen Rock´n´Roll spielen, lieferten jedoch eindeutig eine gute Bühnenperformance ab. Nach ein paar Minuten, war die Show der Münchner vorüber und sie verließen wieder die Bühne um, nach einer kurzen Pause, dem Gitarrengott Onkel Gonzo die Halle zu überlassen. Obwohl Gonzo selbst nicht der Headliner des Gigs war, waren die Räumlichkeiten bereits bis zum Äußersten gefüllt – eindeutig der falsche Ort für Klaustrophobiker! Gonzo brachte eine würdige Steigerung des Abends! Neben einigen seiner aktuellen Songs, verwehrte er der wild gewordenen Schar natürlich nicht den Wunsch, die guten alten Onkelz für ein paar Momente wieder aufleben zu lassen und gab einige ihrer besten Stücke wie „Mexiko“ oder „auf gute Freunde“ zum Besten. Lange hatte es nicht gedauert, da sich bereits kurz nach Beginn seiner Einlage erste Pogorunden gebildet hatten, und die verschwitzten, halbnackten Fans gnadenlos gegeneinander flogen. Nach einer kleinen Zugabe, verließen auch Gonzo und seine Leute das Geschehen um Platz für die langerwarteten Headliner aus Südtirol zu machen. Nach einer Pause, welche die Spannung bis an ihre Spitze trieb, war es endlich so weit, Frei.Wild beschritten die Bühne!
Ohne viel Worte zu verlieren, ging das Spektakel los: eine wuchtige Explosion und Flammen, wie man sie sonst eher von Rammstein-Auftritten kennt, rissen die Fans aus ihrer Trance. Die Pogokreise wurden von Lied zu Lied größer und intensiver. Die Deutschrock-Helden lieferten einen grandiosen Song nach dem anderen, zwischendurch gabs auch ein paar obligatorische Ansagen an die begeisterte Menge. Zu einem großen Teil, rockten die Jungs die Lieder ihrer neuen Scheibe, jedoch wurden auch die wichtigsten alten Klassiker gespielt! Ob „Arschritt“, „Wahre Werte“ oder „Land der Vollidioten“, DAS Kultlied schlechthin… nichts durfte fehlen! Nach einigen einwandfreien Zugaben der Jungs, ging der schöne Abend allmählich unter großem Gejubel und Applaus zu Ende.
Doch auch als das Konzert zu Ende war, konnte nichts und niemand mehr die Fans an Feierlaune überbieten! So wurden vor Ort noch ein paar Bierchen getrunken und Kult-Lieder des Patriotenrock gegrölt. Nach diesem grandiosen Gig, blieb den Fans wohl nur noch ein Gedanke: Frei.Wild, danke für den großartigen Abend, beehrt uns so schnell wie möglich wieder!
Auch wir wünschen Frei.Wild noch eine erfolgreiche Tour, mögen sie noch so manche Bühne verwüsten und den Fans das bringen, was sie alle sehnsüchtigst erwarten: knallharte, identitäre Rockmusik ohne wenn und aber!
Verfasser: Jalle von ROCK IDENTITÄT
Bildquelle: Stormbringer.at
